
Mit KI bietet CAFM mehr Einsparpotenziale
Die IT wächst in allen Bereichen immer enger zusammen, auch im Kontext von Gebäuden. Doch nicht nur BIM und CAFM werden heute integriert, auch die Gebäudetechnik und in Gebäuden betriebene Anlagen finden zunehmend ihren Weg in umfassende Lösungen für das Gebäudemanagement. Ein Beispiel hierfür ist unsere enge Zusammenarbeit mit Schneider Electric, einem führenden Hersteller von Gebäudetechnik, -sensorik und passender Software. In dieser Kooperation setzen wir auf künstliche Intelligenz (KI), um in der Instandhaltung Kosten zu minimieren. Die Entscheidungen ihrer Algorithmen werden manchen Instandhalter überraschen, denn die KI bewertet komplex und kommt zu anderen Prioritäten.

Viele Daten, aber nicht alle
Damit künstliche Intelligenz valide Ergebnisse erzeugen kann, sind Daten nötig. Viele Daten. Da Anlagen sehr umfangreiche Informationen liefern können und nicht alle Daten für die jeweiligen Zielprozesse relevant sind, muss vorher klar definiert sein, welche Ziele verfolgt werden und welche Informationen für den Erfolg nötig sind.
Komfort vs. Kosten
Sensordaten im FM liefern Informationen, die nach bewährten Methoden genutzt werden. Das häufigste Kriterium bei Instandhaltungs-Maßnahmen ist hierbei die Frage, wie sehr der Komfort von Mitarbeitern leidet. Das führt zu Entscheidungen, die scheinbar kritische Situationen abstellen, da die Auswirkungen auf Personen oder Material groß erscheinen. Die Komponente „Kosten“ fällt hierbei meist nur als Aspekt „Folgekosten bei Unterlassung“ auf, nicht jedoch mit Blick auf unnötige Mehrausgaben. Was das heißt?

Durchblick in der Tiefe
Nehmen wir das Beispiel von zwei Klimaanlagen, über die sich niemand beschwert, da beide noch laufen. Die eine Anlage fördert wegen eines manuell eingestellten Lüfters zu viel Luft, die andere heizt und kühlt zugleich. Würde in der klassischen Instandhaltung überhaupt bemerkt, dass mit beiden Anlagen etwas nicht stimmt, würde man sich zuerst um die Anlage kümmern, die gleichzeitig heizt und kühlt. Was formal nicht falsch erscheint, wäre für eine KI nicht plausibel. Warum?
Rechnen, um zu sparen
Durch die Priorisierung ist der Ecostruxure Building Advisor™ in der Lage, die Auswirkungen auf Betrieb, Komfort und Sicherheit abzuschätzen und entsprechende Werte anzugeben. Durch hinterlegte Modelle und Kostenwerte erkennt die Software zum Beispiel, dass der manuell übersteuerte Lüfter zusätzliche Ausgaben von rund 6.000 Euro im Jahr verursacht, wohingegen der Heiz-Kühl-Fehler nur 1.200 Euro im Jahr mehr kostet. Diese Erkenntnisse führen zu einer priorisierten Arbeitsliste, die zusammen mit Angaben zu möglichen Ursachen und Lösungsvorschlägen an unser CAFM-System übergeben wird.

Problem integrativ gelöst
Die Daten des Ecostruxure Building Advisor™ reichert RIB FM mit weiteren Daten an: geplante Wartungstermine, aktive Service-Verträge, Gewährleistungsfristen, Haftungskriterien im Kontext der Betreiberverantwortung, zuständige Mitarbeiter aus der Instandhaltung wie auch die von Herstellern, Lieferanten, externen Dienstleistern und nicht zuletzt Prozess-Abläufe.
Überraschende Antwort
Übrigens: Neben Fragen der Instandhaltung kann die KI noch eine andere Frage beantworten, nämlich wann sie sich amortisiert. Je nach Art, Zahl und Anfälligkeit der Anlagen im Portfolio kann das dann schnell sein – mitunter in weniger als einem Jahr.
Zudem hat die Zeitschrift Immobilienmanager gerade einen Artikel zu KI im FM veröffentlicht – sprechen Sie uns gerne darauf an.

