BIM und iTWO fm

BIM und iTWO fm - BIM Viewer
BIM in iTWO fm - Interview
Interview mit Maik Schlundt

Maik Schlundt studierte Angewandte Informatik und später noch Facility Management – und das so nachhaltig, dass er seit über siebzehn Jahren beide Themen verbindet und CAFM Projekte durchführt. Finden Sie Maik Schlundt nicht im Büro oder im Homeoffice, ist er bestimmt mit seiner Familie unterwegs, trainiert Aikido oder Capoeira.

 

Vor kurzem fand die (Re-)Zertifizierung von iTWO fm nach den Kriterien der Richtlinie GEFMA 444 statt. Durchgeführt wurde die Prüfung unserer CAFM-Software in allen 17 Kriterienktalogen durch Maik Schlundt im Team mit Prof. Dr.-Ing. Joachim Hohmann. Der Informatiker ist seit 13 Jahren im Arbeitskreis CAFM bzw. Digitalisierung der GEFMA aktiv. Seit 10 Jahren ist er zudem als Zertifizierer nach GEFMA 444 tätig, deren BIM-Katalog er mit entwickelt hat. Im Zuge der Validierung und Zertifizierung von iTWO fm  zeigte sich Maik Schlundt vom BIM-Viewer der Software beeindruckt. Wir wollten wissen, warum.

 

Michelle Marschall: Herr Schlundt, was hat Ihnen bei der Rezertifizierung von iTWO fm an deren BIM-Viewer gefallen?

Maik Schlundt: Es gibt da mehrere Aspekte. Es finden sich derzeit nicht allzu viele zertifizierte Systeme, die einen echten CAFM-Import von BIM-Daten anbieten und mit einem eigenen BIM-Viewer koppeln. Die meisten Systeme setzen auf eine Schnittstelle zu Autodesk Revit, um BIM-Modelle in ihre Oberfläche zu integrieren.

BIM und iTWO fm - BIM Viewer

Michelle Marschall: Ein Import ist Ihrer Ansicht nach gut?

Maik Schlundt: Der Import ist in jedem Fall interessant, weil er IFC-basiert ist und damit sehr flexibel nutzbar. IFC ist heute der Quasi-Standard für BIM, losgelöst von Revit und weiter greifend als CAFM-Connect. Das ist schon ein guter Ansatz. Dazu spart der native IFC-Import dem Anwender die Lizenzierung einer Drittsoftware. Auch hausinterne Fachkompetenz für die Bedienung dieser Drittsoftware ist nicht erforderlich, denn es passiert ja alles direkt im eigenen CAFM-System mit den Mitteln, die dem Anwender vertraut sind. Insofern ist ein nativer IFC-Import sicher von Vorteil.

 

Michelle Marschall: Sie meinten bei der Zertifizierung auch, der Viewer selber sei interessant. Warum?

Maik Schlundt: Wie gesagt gibt es wenige Systeme mit einem eigenen BIM-Viewer – Planon und Autodesk ließen sich als Beispiele nennen. Dass RIB IMS auf diesem Niveau mitspielt, hat mich als erstes überrascht. Und dann ist der Viewer von iTWO fm kein klassischer Viewer, der bloß ein Modell zeigt, sondern ich kann das Modell bewegen, rotieren, Schnitte anfertigen, aus dem Modell in die Datenbank springen und sogar im Modell messen – solche ein Funktionsumfang ist im Markt derzeit selten anzutreffen.

BIM und iTWO fm - BIM Viewer 2

Michelle Marschall: Wie sind die Funktionen Ihrer Ansicht nach zu bedienen?

Maik Schlundt: Ich finde, die Bedienung ist gut gelungen. Die Funktionen für den BIM-Viewer sind übersichtlich eingebunden und vom Standpunkt der Usability gibt es nicht viel kritisieren.

 

Michelle Marschall: Nicht viel? Was wäre denn in Ihren Augen zu verbessern?

Maik Schlundt: Verbessern lässt sich immer etwas (lacht). Ich sehe im Zuge meiner Tätigkeit natürlich Systeme, die zum Teil andere oder tiefer ausgeprägte Funktionen anbieten oder diese anders organisieren und strukturieren Letztlich wird die Stoßrichtung von Kundenwünschen vorgegeben und mit geprägt. Ein Kunde, der sich am Markt umsieht und bei anderen Systemen etwas entdeckt, das er für notwendig erachtet, wird Ihnen schon verraten, was ihm fehlt.

 

Michelle Marschall: Wie sehen Sie das Verhältnis von CAFM-Software und BIM-Modell derzeit?

Maik Schlundt: Das Modell ist am Ende nicht das Hauptthema, wir sehen ja, dass sich damit ganz prima im CAFM-Kontext arbeiten lässt. Das Hauptthema sind die AIA, also die Vorgaben des Auftraggebers, welche Daten er für sein CAFM genau braucht. Und da landen wir wieder beim DWG-Dilemma – so, wie es früher schwer war, die CAD-Daten eines Gebäudes zu bekommen, ist es heute schwer, mit einem Investor abzustimmen, nach Bauabschluss das As-Build-Modell zu bekommen. Wenn ich die Datenübergabe nicht vertraglich sauber regeln kann, bekomme ich keine Daten. Wobei das vielleicht auch teilweise HOAI-bedingt ist, denn was nicht beschrieben ist, kann ich nicht abrechnen. Da wäre vielleicht noch etwas nachzubessern, eine Novellierung steht derzeit an.

 

Michelle Marschall: Herr Schlundt, vielen Dank für das Gespräch.

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